Brandschutztechnik Meyer-Hagen GmbH
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Flucht- und Rettungswege richtig kennzeichnen – Anforderungen, Normen und typische Fehler

1. Warum ist die richtige Kennzeichnung so entscheidend?

Im Brandfall oder bei anderen Gefahrenlagen entscheidet eine klare Orientierung über Sicherheit oder Panik. Flucht- und Rettungswege müssen so gekennzeichnet sein, dass ortsunkundige Personen sie sofort erkennen können.

Die rechtliche Grundlage bilden unter anderem:

  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

  • ASR A1.3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

  • ASR A2.3 – Fluchtwege und Notausgänge

  • DIN EN ISO 7010 – Sicherheitszeichen

  • DIN ISO 23601 – Flucht- und Rettungspläne


2. Anforderungen an die Kennzeichnung

Sicherheitszeichen

  • Grün-weißes Rettungszeichen

  • Normgerechtes Piktogramm (z. B. E001 „Notausgang links/rechts“)

  • Dauerhafte, gut sichtbare Anbringung

Sicherheitsbeleuchtung

  • Erforderlich bei fehlender Tageslichtversorgung

  • Muss auch bei Stromausfall funktionieren

  • Regelmäßige Prüfung dokumentieren

Flucht- und Rettungspläne

  • Übersichtliche Darstellung des Gebäudes

  • Standortkennzeichnung „Sie sind hier“

  • Aktualisierung bei baulichen Veränderungen


3. Häufige Fehler in der Praxis

  • Veraltete „laufender Mann“-Symbole (nicht ISO-konform)

  • Fehlende Richtungspfeile

  • Überklebte oder verschmutzte Schilder

  • Zugestellte Fluchtwege

  • Nicht dokumentierte Prüfungen

Diese Mängel führen im Ernstfall zu Haftungsrisiken für Betreiber und Geschäftsführung.


4. Betreiberpflicht und Haftung

Unternehmer sind verpflichtet, sichere Evakuierungswege bereitzustellen.
Bei Verstößen drohen:

  • Bußgelder

  • Regressforderungen

  • Strafrechtliche Konsequenzen bei Personenschäden

Regelmäßige Begehungen und Dokumentation sind daher unverzichtbar.


5. Fazit

Flucht- und Rettungswege sind kein „Nebenbei-Thema“, sondern ein zentraler Bestandteil des organisatorischen Brandschutzes.

Wer normgerecht kennzeichnet, regelmäßig prüft und dokumentiert, erhöht nicht nur die Sicherheit – sondern minimiert auch sein Haftungsrisiko.

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